Freitag, 30. Januar 2015

We built this city

We built this city, we built this city on rock and roll

Starship - We Built This City

Wie sprichwörtlich in eine andere Stadt, führen auch viele Wege nach Machu Picchu. Neben dem ehemligen Handelsweg durchs Tal, einem militärischen Pfad als Abkürzung durch die Berge und dem heiligen Pfad, kann man heutzutage ganz bequem mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes (auch: Machu Picchu Pueblo) fahren und dann den Bus die Serpentinen rauffahren.

Das habe ich natürlich nicht gemacht (wäre ja zu langweilig). Schon vor Wochen hatte ich mich für eine viertägige Wanderung auf dem (heiligen) Inca Trail angemeldet. Laut unserem Guide, welcher der entbehrungsreichen Tour mit Zelten bei strömendem Regen, ohne Duschen und Toiletten, die man lieber nicht aufsuchte, den entsprechenden spirutuellen Touch gab, erklärte uns, dass wir Auserwählte seien, weil nur 400 Personen (ikl. Guides und Trägern) täglich zugelassen werden.

Nachdem es unsere 14köpfige Gruppe über den "Pass der toten Frauen" (4200m) geschafft hatte und wir von unserem Guide noch in das ein oder andere Inca-Ritual eingeweiht worden waren, waren wir am vierten Tag - spätestens als wir vom "Sonnentor" aus Machu Picchu erblickten - bereit, selbst daran zu glauben, dass wir Auserwählte waren. Auf Bilder sieht die ehemalige Inca-Stadt ja schon beeindruckend aus. In Realität ist sie das noch viel mehr.

Aufstieg zum "Pass der toten Frauen"

auf dem "Pass der toten Frauen": ab hier geht es nur noch bergab (denkste)
erster Blick auf Machu Picchu am Morgen des vierten Tages
unsere Wandergruppe in Machu Picchu

Dienstag, 13. Januar 2015

I've been through the desert

I've been through the desert on a horse with no name
It felt good to be out of the rain
In the desert you can remember your name
'Cause there ain't no one for to give you no pain

America - A horse with no name
In den letzten Tagen habe ich mich auf zwei namenlosen Pferden (einem Fahrrad und einem Allradfahrzeug) durch die Atacama-Wüste geschlagen.
mit dem Fahrrad durchs "Mondtal" (Valle de la Luna)

Damian und John sind sehr unterhaltsame Begleiter

Dabei haben mich unter anderem John und Damian aus den USA begleitet, die ich in La Serena kennengelernt und in San Pedro wiedergetroffen habe. Die beiden sind wirklich sehr cool drauf. Beispiel gefällig? John (bereits pensioniert) hat eine Visitenkarte, die ihn als Präsidenten von "Having fun" auszeichnet (weil man bei dem Anbieter für kostenlose Kreditkarten eine Position und einen Firmennamen angeben muss).

Wer motorsportbegeistert ist, hat möglicherweise mitbekommen, dass die Rally Dakar gerade in Argentinien, Chile und Bolivien stattfindet. Am Montag kreuzten sich die Wege der Rally und meiner, als ich auf dem Salar de Uyuní ganz nah am Geschehen dran war und die Motorräder und Quads in ca. 30m Entfernung gesehen habe.

Spektakulärer als das fand ich allerdings die bizarre Landschaft, die ich in den fünf Tagen erleben konnte, die mich teilweise an die Gemälde von Salvador Dalí erinnert hat.

mit dem Landcruiser ist es nicht ganz so anstrengend wie mit dem Fahrrad

der "steinerne Baum" (Arbol de Piedra)

auf dem Salar de Uyuní

Mittwoch, 7. Januar 2015

Piano Man

Sing us a song you're the piano man
Sing us a song tonight
Well we're all in the mood for a melody
And you've got us feeling alright
Billy Joel - Piano Man

Mit der Busfahrt von Santiago nach La Serena bin ich nun tatsächlich auf der Panamericana unterwegs, die in Chile als "Ruta 5" daherkommt.

Auf dem Kunsthandwerksmarkt (La Recova) in La Serena habe ich gestern mein Panamericana-Piano gefunden. Es ist bunt bemalt und steht jedem zur Verfügung, der darauf spielen möchte. Natürlich konnte ich nach vier Wochen Abstinenz nicht widerstehen und habe ein paar Stücke darauf gespielt, was mir sogar etwas Applaus und ein nettes Gespräch mit einer Familie eingebracht hat.

Play Me, I'm Yours

Montag, 5. Januar 2015

Valleys deep and the mountains so high

Valleys deep and the mountains so high,
if you want to see God you've got to move to the other side.
Barclay James Harvest - Hymn
Da mein Weihnachtspost im Entwurfstatus stecken geblieben ist und sich nicht verôffentlichen liess, môchte ich mich wenigstens nachtraglich fûr alle Weihnachts-, Geburtstags- und Neujahrswûnsche bedanken, die mich erreicht haben. Zugegebenermassen war das nicht ganz leicht, da ich am Heiligabend auf einer Hûtte im Nationalpark Torres de Paine war und an meinem Geburtstag im Flieger von Punta Arenas nach Santiago de Chile.

Das neue Jahr habe ich in La Serena begonnen. Da in Chile private Feuerwerke verboten sind, gab es nur ein ôffentliches am Strand, was sehr schôn war.

Im Folgenden ein paar Fotos aus dem Nationalpark und von der Silvesterfeier.


Torres del Paine



mit Steffen, Linda und Petra im Nationalpark Torres del Paine
Silvesterfeier am Leuchtturm von La Serena