Samstag, 20. Dezember 2014

Anyway the wind blows

Nothing really matters,
Anyone can see,
Nothing really matters,
Nothing really matters to me.
Anyway the wind blows. 
Queen - Bohemian Rhapsody

Was der berühmte patagonische Wind ist, der schon Magellan vor ca. 500 Jahren zu schaffen machte, konnte ich in den letzten Tagen erleben. Auf zwei Wanderungen von El Chaltén aus - eine bis unterhalb des Fitz-Roy-Massivs, die andere zur Laguna Torre - wehte uns der Wind ziemlich um die Nase. Am Perito-Moreno-Gletscher kam gar winterliche Stimmung auf.

in der Nähe von El Chaltén

Fitz-Roy-Massiv (hier noch wolkenfrei)

Winterliche Stimmung kommt am Perito-Moreno-Gletscher auf

nomen est omen: hier macht der Name schon deutlich, wer in dieser Strasse in El Calafate wohnt

Freitag, 19. Dezember 2014

River flows in you

Auch wenn es nicht wirklich auf meiner ursprünglich geplanten Route liegt, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, auch die Iguazu-Wasserfälle zu besuchen; ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Es ist unvorstellbar, welche Wassermassen, da runterstürzen. Und wenn man daneben steht, ist es ziemlich laut...

Iguazu-Fälle auf der argentinischen Seite
...aus einer anderen Perspektive
... ganz nah dran
Blick in den Teufelsrachen (Garganta del Diabolo) von der brasilianischen Seite

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Hotel California

Welcome to the Hotel California
Such a lovely place (Such a lovely place)
Such a lovely face
Plenty of room at the Hotel California
Any time of year (Any time of year)
You can find it here
The Eagles - Hotel California


Das Hotel gibt es wirklich und ich habe eine Nacht dort verbracht, als ich in Montevideo war. Es war aber eine ganz normale Unterkunft (es hatte nichts mit dem von den Eagles beschriebenen Hotel gemein) und war trotz drei Sternen ziemlich günstig.

Die letzten Tage habe ich in und um Buenos Aires herum verbracht. Hier sind ein paar Eindrücke.

Buenos Aires

Das als Paris Südamerikas betitelte Buenos Aires wirkt in der Tat ziemlich europäisch. Am ersten Tag wundere ich mich noch darüber, wo die kolonialen Bauten sind. Am zweiten Tag lasse ich mir bei der Walking Tour erklären, dass die Stadt zu Beginn der Kolonialzeit nur wenig Bedeutung hatte und die reichen Stadtväter in den "Goldenen Jahren" (ca. ab 1870) vieles aus der Vergangenheit dem Erdboden gleichmachen liessen und stattdessen eine Metropole nach ihren Wünschen schufen.

wenn man sich in Buenos Aires verlaufen sollte, kann man sich immer am Obelisken orientieren


die Porteños (Einwohner von Buenos Aires) schufen sich ihre Stadt nach ihren Vorstellungen; hier verschiedene Baustile an einem Gebäude

am ehemaligen Hafen in Buenos Aires

Sehr nett finde ich das Viertel San Telmo, mit seinen "italienischen" Cafés und den ganzen Antiquitätenläden. Sehenswert ist natürlich auch das pitoreske La Boca, wobei das schon sehr touristisch daher kommt.

Laden in San Telmo: wer hier nicht das Richtige findet, ist selbst schuld


(ehemaliges) Künstlerviertel La Boca, inzwischen doch sehr touristisch


Neben den typischen Clichés (Tango, Fussball, breiteste Strasse der Welt,...) kann man in der 15-Millionenstadt so ziemlich alles finden, was man sich vorstellen kann; auch ein Dojo, um Aikido zu trainieren.


Montevideo

Im Gegensatz zu Buenos Aires ist die uruguayische Hauptstadt deutlich einfacher zu Fuss zu erkunden und die meisten Gebäude in der Innenstadt sind im Kolonialstil. Ich finde ja, dass man sich an den neoklassizistischen Gebäuden schnell satt sieht. Auf den ersten Eindruck sind die Menschen hier sehr hilfsbereit.

Montevideo bei Tag...

... und bei Nacht


Colonia del Sacramento

Der ehemalige portugiesische Schmugglerhafen liegt von Buenos Aires aus gesehen auf der anderen Seite des Rio de la Plata. In ca. 1,5 Std. ist man mit der Fähre rübergefahren.


so wie hier, sieht es fast in der ganzen Stadt aus

Oldtimer in old town

Sonnenuntergang in Colonia del Sacramento


Hier sieht es fast noch so aus wie vor 300 Jahren. Trotzdem scheint das Städtchen die Touristen irgendwie zu verkraften, denn es ist weder überlaufen, noch bekommt man an jeder Ecke Souvenirs angeboten. Für mich bisher eines der Highlights.

die Urugayos trinken gerne Mate; am liebsten immer und überall



San Antonio de Areco

Die Stadt gilt als Symbol der (aussterbenden) Gaucho-Kultur. Ausgestorben war die Stadt allerdings, als ich dort war. Sie wirkte fast wie in einem Western vor dem Showdown. Die vielen Läden, die Ponchos, Hüte, die typischen Messer etc. verkaufen hatten alle geschlossen. Offenbar ist nur am Wochenende hier wirklich was los.

So konnte ich in aller Ruhe durch die Strassen laufen und ein wirklich ausgezeichnetes Rumpsteak essen. Nach meinen Erfahrungen in Buenos Aires und Montevideo hatte ich schon befürchtet, alle Lobpreisungen des hiesigen Rindfleischs seien romantische Schwärmereien.

Kurz vor meiner Abfahrt traf ich auch noch einen waschechten Gaucho, der plötzlich aus dem Nichts an der Bushaltestelle auftauchte. Es erzählte mir, dass er auf dem Weg zu einem internationalen Gaucho-Wettkampf in der Pampa war. Ich fand die Begegnung ganz cool, weil sie eben nicht das typische Touristending war.

Gaucho Flavio, den ich am Busterminal in San Antonio traf


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Here I am

Here I am,rock you like a hurricane 
The Scorpions - Rock you like a hurricane


Heute Morgen (argentinische Zeit) bin ich gut in Buenos Aires gelandet, auch wenn wir unterwegs ganz gut durchgeschüttelt wurden. Ich war auch begeistert, dass IBERIA mein Gepäck zur Abwechslung mal in der selben Maschine befördert hat.

Den Tag habe ich damit verbracht, mich hier ein wenig zu orientieren. Nebenbei erwähnt: Bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Au revoir

Ich brauch' mehr Platz und frischen Wind,
ich muss schnell wo anders hin,
sonst wachs' ich hier fest.
Ich mach 'nen Kopfsprung durch die Tür,
ich lass alles hinter mir,
hab was großes im Visier.

Mark Forster - Au revoir

Damit sage auch ich auf Wiedersehen. Mein Flug geht heute Abend kurz nach 19:00, erst nach Madrid und anschließend weiter nach Buenos Aires.

Vielen Dank an alle, die mir in den letzten Tagen und Wochen gute Wünsche mit auf den Weg gegeben haben. Bis bald.